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Poetik der Verschiedenheit

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Literatur und ihre Vermittlung hatten wesentlichen Anteil an der ”Erfindung der Nation“: Sprache und Kultur wurden in den Dienst nationaler Einheitsstiftung gestellt und wirkten zugleich als Mittel des Ausschlusses all dessen, was als ”anders“ oder ”unrein“ wahrgenommen wurde. Das Buch zeigt, wie Literatur sich dieser Vereinnahmung widersetzt. Es lenkt den Blick auf die Herausbildung ”transkultureller Literaturen“: Migrationsliteratur, Minderheitenliteratur und postkoloniale Literatur, die globale Fragen thematisieren, formal hybrid sind und sich durch Sprachwechsel oder literarische Mehrsprachigkeit auszeichnen. Dabei kommen auch Kinder- und Jugendliteratur, Popkultur oder Trivialkunst zur Sprache. In Anlehnung an die ”Poétique du Divers“ des karibischen Schriftstellers Édouard Glissant fordert Werner Wintersteiner eine Neuorientierung auch der Literaturdidaktik im Sinne interkultureller Bildung, die dem Wechsel von nationalen zu transkulturellen Paradigmen Rechnung trägt.

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Poetik der Verschiedenheit, Werner Wintersteiner

Langue
Année de publication
2005
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(souple),
État du livre
Abîmé
Prix
3,51 €

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Titre
Poetik der Verschiedenheit
Langue
Allemand
Éditeur
Drava
Publié
2005
Format
souple
Pages
322
ISBN10
3854354622
ISBN13
9783854354628
Séries
Description
Literatur und ihre Vermittlung hatten wesentlichen Anteil an der ”Erfindung der Nation“: Sprache und Kultur wurden in den Dienst nationaler Einheitsstiftung gestellt und wirkten zugleich als Mittel des Ausschlusses all dessen, was als ”anders“ oder ”unrein“ wahrgenommen wurde. Das Buch zeigt, wie Literatur sich dieser Vereinnahmung widersetzt. Es lenkt den Blick auf die Herausbildung ”transkultureller Literaturen“: Migrationsliteratur, Minderheitenliteratur und postkoloniale Literatur, die globale Fragen thematisieren, formal hybrid sind und sich durch Sprachwechsel oder literarische Mehrsprachigkeit auszeichnen. Dabei kommen auch Kinder- und Jugendliteratur, Popkultur oder Trivialkunst zur Sprache. In Anlehnung an die ”Poétique du Divers“ des karibischen Schriftstellers Édouard Glissant fordert Werner Wintersteiner eine Neuorientierung auch der Literaturdidaktik im Sinne interkultureller Bildung, die dem Wechsel von nationalen zu transkulturellen Paradigmen Rechnung trägt.