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Schauplatz: Berlin

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Städte sind kompliziert. Besonders wenn sie groß sind – und Berlin ist ziemlich groß. Zum Glück sehen wir nicht alles gleichzeitig und das, was wir sehen, nicht gleich scharf. Sonst müsste man verrückt werden. Wir haben unsere Wege, unsere Perspektiven, kennen unsere Häuser und Räume, bauen uns eine Stadt, in der wir die Orientierung nicht verlieren. Hin und wieder fügen wir freiwillig oder erzwungen eine Facette hinzu. Iris Czak und Marei Wenzel sehen das anders. Ihre Suche nach Drehorten führt sie vom Kreißsaal in den Gefängnistrakt, aus der Küche in den Konferenzraum, aus der Turnhalle in die Pathologie, vom Obdachlosenasyl in die Villa, aus dem Bordell in`s Wohnzimmer, vom Waldrand auf die Hauptstraße. Ihre Fotografien sind keine Ikonen, lassen sich nicht wegsortieren. Sie stehen für nichts als die Orte, die auf Ihnen zu sehen sind, mögliche Schauplätze des eigenen Lebens, auf der Durchreise, beim Zwischenstopp oder als Endstation. Der Beliebigkeit eines fantasierten „Anything goes“ entgegnen sie ein trockenes „Anything is“ – und das ist ganz schön beunruhigend.

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Schauplatz: Berlin, Iris Czak, Marei Wenzel, Roger Boyes

Langue
Année de publication
2007
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(rigide),
État du livre
Bon
Prix
18,49 €

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Titre
Schauplatz: Berlin
Publié
2007
Format
rigide
Pages
304
ISBN10
3980967727
ISBN13
9783980967723
Séries
Description
Städte sind kompliziert. Besonders wenn sie groß sind – und Berlin ist ziemlich groß. Zum Glück sehen wir nicht alles gleichzeitig und das, was wir sehen, nicht gleich scharf. Sonst müsste man verrückt werden. Wir haben unsere Wege, unsere Perspektiven, kennen unsere Häuser und Räume, bauen uns eine Stadt, in der wir die Orientierung nicht verlieren. Hin und wieder fügen wir freiwillig oder erzwungen eine Facette hinzu. Iris Czak und Marei Wenzel sehen das anders. Ihre Suche nach Drehorten führt sie vom Kreißsaal in den Gefängnistrakt, aus der Küche in den Konferenzraum, aus der Turnhalle in die Pathologie, vom Obdachlosenasyl in die Villa, aus dem Bordell in`s Wohnzimmer, vom Waldrand auf die Hauptstraße. Ihre Fotografien sind keine Ikonen, lassen sich nicht wegsortieren. Sie stehen für nichts als die Orte, die auf Ihnen zu sehen sind, mögliche Schauplätze des eigenen Lebens, auf der Durchreise, beim Zwischenstopp oder als Endstation. Der Beliebigkeit eines fantasierten „Anything goes“ entgegnen sie ein trockenes „Anything is“ – und das ist ganz schön beunruhigend.