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1996 brachte Purdue Pharmaceutical Oxycontin auf den Markt, was zu Millionen von Abhängigkeiten und Hunderttausenden von Toten führte. (S. 5) Die Trennung zwischen „uns“ und „den anderen“ im Geiste des Rechtspopulismus führt zu einer gefährlichen Rhetorik. (S. 18) Die Vorstellung einer mächtigen „globalistischen“ Clique, die über die Bedürfnisse der „einfachen Menschen“ hinweggeht, ist historisch und analytisch unterkomplex. (S. 32) Platons Wunsch, Dichtung aus seinem Idealstaat zu verbannen, hat ihm den Ruf des „größten Kunstfeinds“ eingebracht. Neuere neuropsychologische Erkenntnisse machen seine Ansichten zur Mimesis jedoch plausibel. (S. 48) Eric Hobsbawms Leben und Werk sind faszinierend, doch die Biografie von Richard Evans erweist sich als geschwätzig und unfokussiert. (S. 63) Ein auf Ethik und Moral reduzierter Protestantismus kann nur überleben, wenn er das große Gegenüber wieder einbezieht. Eine logozentrische Sichtweise allein wird nicht ausreichen. (S. 71) Die EU ist zu groß für die Entwicklung eigener demokratischer Werte, und die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten ist gering. Was bedeutet das für die Zukunft Europas? (S. 83) Ironischerweise könnten prominente Europoliten wie Macron und Habermas unbeabsichtigt die Kräfte unterstützen, gegen die sie kämpfen. (S. 90) Wie sehr beeinflusst Sprache das Denken, und fehlt afrikanischen Sprachen wirklich die Fähigkeit zur Abstraktion? (S. 94) Katastrophen stehen bev

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Merkur 843, Christian Demand, Ekkehard Knörer

Langue
Année de publication
2019
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(souple),
État du livre
Très bon
Prix
3,99 €

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Titre
Merkur 843
Langue
Allemand
Format
souple
ISBN10
3608974822
ISBN13
9783608974829
Séries
Description
1996 brachte Purdue Pharmaceutical Oxycontin auf den Markt, was zu Millionen von Abhängigkeiten und Hunderttausenden von Toten führte. (S. 5) Die Trennung zwischen „uns“ und „den anderen“ im Geiste des Rechtspopulismus führt zu einer gefährlichen Rhetorik. (S. 18) Die Vorstellung einer mächtigen „globalistischen“ Clique, die über die Bedürfnisse der „einfachen Menschen“ hinweggeht, ist historisch und analytisch unterkomplex. (S. 32) Platons Wunsch, Dichtung aus seinem Idealstaat zu verbannen, hat ihm den Ruf des „größten Kunstfeinds“ eingebracht. Neuere neuropsychologische Erkenntnisse machen seine Ansichten zur Mimesis jedoch plausibel. (S. 48) Eric Hobsbawms Leben und Werk sind faszinierend, doch die Biografie von Richard Evans erweist sich als geschwätzig und unfokussiert. (S. 63) Ein auf Ethik und Moral reduzierter Protestantismus kann nur überleben, wenn er das große Gegenüber wieder einbezieht. Eine logozentrische Sichtweise allein wird nicht ausreichen. (S. 71) Die EU ist zu groß für die Entwicklung eigener demokratischer Werte, und die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten ist gering. Was bedeutet das für die Zukunft Europas? (S. 83) Ironischerweise könnten prominente Europoliten wie Macron und Habermas unbeabsichtigt die Kräfte unterstützen, gegen die sie kämpfen. (S. 90) Wie sehr beeinflusst Sprache das Denken, und fehlt afrikanischen Sprachen wirklich die Fähigkeit zur Abstraktion? (S. 94) Katastrophen stehen bev