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Neue Enzyklopädie

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Elusiv, ungreifbar, frivol und mutig wie Odysseus, ist Savinio ein Flüchtling, ein Märchenerzähler, ein Exilant, ein Fremder: diese überfüllte Neue Enzyklopädie ist ein trostlos einsames, glücklich einsames Buch. Heiterkeit und Angst verfolgen den Flüchtling, drängen ihn, wollen, dass er erzählt. Unendlich, von Stimme zu Stimme, von Giostra zu Libertà, von San Sebastiano zu Travestimento, schweift der Enzyklopädist umher. Sein Universum ist discontinuierlich, ohne Anlegestellen, vor allem ohne Ziel. Das Kosmos wird niemals gefunden, die Bedeutung wird niemals ergründet. Es gibt keine Tiefe, sondern nur eine unendliche Reihe von Oberflächen. Die Welt ist eine glatte Haut, die andere glatte Häute verbirgt: bis ins Unendliche ... Prosateur einer Mobilität, einer Anmut, einer außergewöhnlichen Zärtlichkeit, kehrt dieser surreale Klassiker, zwischen Apollinaire, Anassagora und Agnolo Firenzuola, in unsere Literatur zurück, in diesem langsamen Elend des späten 20. Jahrhunderts, mit seiner provokativen Dimension und zugleich seiner Sanftheit, der empörenden Zartheit seines Schriftstellergestes.

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Neue Enzyklopädie, Alberto Savinio

Langue
Année de publication
1983
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Langue
Allemand
Éditeur
Insel
Publié
1983
Format
rigide
Pages
344
ISBN10
3458140891
ISBN13
9783458140894
Séries
Évaluation
3 sur 5
Description
Elusiv, ungreifbar, frivol und mutig wie Odysseus, ist Savinio ein Flüchtling, ein Märchenerzähler, ein Exilant, ein Fremder: diese überfüllte Neue Enzyklopädie ist ein trostlos einsames, glücklich einsames Buch. Heiterkeit und Angst verfolgen den Flüchtling, drängen ihn, wollen, dass er erzählt. Unendlich, von Stimme zu Stimme, von Giostra zu Libertà, von San Sebastiano zu Travestimento, schweift der Enzyklopädist umher. Sein Universum ist discontinuierlich, ohne Anlegestellen, vor allem ohne Ziel. Das Kosmos wird niemals gefunden, die Bedeutung wird niemals ergründet. Es gibt keine Tiefe, sondern nur eine unendliche Reihe von Oberflächen. Die Welt ist eine glatte Haut, die andere glatte Häute verbirgt: bis ins Unendliche ... Prosateur einer Mobilität, einer Anmut, einer außergewöhnlichen Zärtlichkeit, kehrt dieser surreale Klassiker, zwischen Apollinaire, Anassagora und Agnolo Firenzuola, in unsere Literatur zurück, in diesem langsamen Elend des späten 20. Jahrhunderts, mit seiner provokativen Dimension und zugleich seiner Sanftheit, der empörenden Zartheit seines Schriftstellergestes.