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Helmut Böttiger

    Klimawandel
    Agenda 2030
    Kein Mann, kein Schuss, kein Tor
    Schlußball
    Czernowitz
    Die Jahre der wahren Empfindung
    • Die Jahre der wahren Empfindung

      Die 70er - eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur

      • 473pages
      • 17 heures de lecture

      Die Literaturgeschichte der 70er Jahre wird als faszinierende Zeit- und Gesellschaftsgeschichte dargestellt. Helmut Böttiger skizziert ein differenziertes Bild der politischen, kulturellen und literarischen Prozesse zwischen Aufbruch und Desillusionierung. Er diagnostiziert in Peter Schneiders Erzählung 'Lenz' eine 'plötzliche Verunsicherung' der Literatur zu Beginn des Jahrzehnts und untersucht deren Wurzeln und Konsequenzen in den Werken bedeutender Autorinnen und Autoren. Hermann Peter Piwitt, Bernward Vesper und Christoph Meckel thematisieren die Auseinandersetzungen mit den Nazi-Vätern, während ein weiteres Kapitel den neuen Ton beleuchtet, den Autorinnen wie Karin Struck und Verena Stefan in die Literatur einbrachten. An Nicolas Born und Rolf Dieter Brinkmann erkennt Böttiger symptomatische Sprechweisen in der Lyrik dieser Jahre. In einzelnen Kapiteln analysiert Böttiger literaturhistorische Zusammenhänge sowie individuelle Korrespondenzen und Unterschiede zwischen Werken von Ingeborg Bachmann, Peter Handke, Wolf Biermann, Christa Wolf und anderen. Ein Kapitel widmet sich den neu entstandenen Alternativzeitschriften, Verlagen und Buchhandlungen, während ein weiteres speziell dem Wagenbach-Rotbuch-Komplex gewidmet ist.

      Die Jahre der wahren Empfindung
      5,0
    • Czernowitz

      Stadt der Zeitenwenden

      • 88pages
      • 4 heures de lecture

      Dreimal ist Helmut Böttiger während der letzten dreißig Jahre nach Czernowitz gereist, in die Stadt am östlichen Rand der alten Habsburgermonarchie, heute eine Stadt im Westen der Ukraine – und längst ein mythischer Ort. Immer lagen gut zehn Jahre zwischen diesen Reisen, und jedes Mal hatte sich die Stadt verändert: von einem aus sowjetischem Tiefschlaf erwachten Vielvölker-Labor brutaler Umsiedlungspolitik zum Schauplatz der Orangenen Revolution. Und schließlich zu einer Stadt in der neuen, sich ihrer Eigenständigkeit und eigenen Sprache bewussten Ukraine, die sich gegen den mörderischen Zugriff der alten Besatzer verteidigen muss. Nicht nur ihre jüdischen Wurzeln hat die Stadt neu entdeckt. Helmut Böttiger ist auch den Spuren der Literatur gefolgt. Von Paul Celan bis zu den Autorinnen und Autoren der modernen Ukraine, die sehnsüchtig nach Westen blickt und vom Osten nicht loskommt.

      Czernowitz
      5,0
    • Schlußball

      Die Deutschen und ihr Lieblingssport

      • 190pages
      • 7 heures de lecture

      Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 findet in Deutschland statt: ein sportliches und gesellschaftliches Großereignis und Grund, das Verhältnis der Deutschen zum Fußball einmal grundlegend zu beleuchten. Historisch stehen dabei vor allem die drei gewonnenen Weltmeisterschaften 1954, 1974 und 1990 im Mittelpunkt: Welche Funktion hatten diese Titel für das bundesdeutsche Selbstverständnis? Dabei geht es weniger und soziologische Expertisen als um eine auf den Fußball angewandte Form von Theater- und Literaturkritik, um Humor und Ironie, um Kulturgeschichte. Schlußball zeigt den Zustand der deutschen Fußball-Debatte schonungslos auf. Die Parole kann nur lauten: keine Ideologisierung »deutscher Tugenden«! Keine Systemtheorie auf dem Fußballplatz! Es geht um Sachzwänge, nicht um die Bescheidwisser - es geht um den einen, unwiederholbaren Moment. Es geht um große Gefühle, es geht um Kunst!

      Schlußball
      4,5
    • Agenda 2030

      Der Kompass zu einer lebenswerten Welt

      • 144pages
      • 6 heures de lecture
      Agenda 2030
      3,0
    • Klimawandel

      Gewissheit oder politische Machenschaft?

      • 125pages
      • 5 heures de lecture

      Nach Auffassung der Politiker steht die Erde vor einer Erwärmungskatastrophe mit drastischen Folgen wie steigendem Meeresspiegel, Überschwemmungen und Trockenheit. Um dem entgegenzuwirken, werden teure Maßnahmen wie CO2-Steuern, Energiepässe und Reglementierungen der Industrie vorgeschlagen. Doch wo ist die Klimakatastrophe nachweisbar? Bisher stützen sich die Argumente nur auf fragwürdige Modelle. Klimaschwankungen sind nicht neu; sie sind oft das Ergebnis lokaler Veränderungen durch menschliche Eingriffe oder unzureichende Vorbereitung auf Naturereignisse. Historische Daten zeigen, dass es in früheren Epochen, wie im Mittelalter, wärmer war und in anderen Zeiten, wie während des Maunder-Minimums um 1600, kälter. Der Autor argumentiert, dass die Sonne die Hauptursache für Klimaschwankungen ist und dass der menschliche Beitrag zu CO2-Emissionen im Vergleich zu natürlichen Quellen vernachlässigbar ist. Zudem wird aufgezeigt, dass einige Messdaten zur angeblichen Klimaerwärmung manipuliert wurden und dass nicht alle Klimawissenschaftler die Theorie der Erwärmung unterstützen. Viele erwarten sogar eine bevorstehende Abkühlung. Die Motive hinter der Klimaangst und der Verteuerung von Energie werden ebenfalls analysiert, untermauert durch umfangreiche wissenschaftliche Belege.

      Klimawandel
      3,5
    • Die Zusammenbruchskrise der Weltwirtschaft führt in den USA zu einem Wettstreit dreier gegensätzlicher Lösungsansätze, die entscheidend für die globale Situation sind. Der Wahlkampf wird durch drei zentrale Fragen geprägt: 1. Soll die bestehende Finanzordnung gewaltsam durch ein Imperium wie das Römische aufrechterhalten werden? 2. Soll der Lebensstandard der Menschen unter dem Vorwand des Umweltschutzes auf Krisenbedingungen reduziert werden? 3. Gibt es einen Versuch, mit einem neuen Finanzsystem die internationale Zusammenarbeit zu fördern, um die materielle Not von Milliarden zu lindern und jedem Menschen sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen? Das Buch analysiert die Akteure und Absichten hinter der imperialen Kriegspartei, beleuchtet die systemische Wirtschaftskrise und die Arbeitsweise dieser Partei anhand der Anschläge vom 11. September. Es wird die militärstrategische Planung seit 1950 sowie die Rolle von Vizepräsident Cheney hervorgehoben. Der neokonservative Geist wird als Rückkehr zu konterrevolutionären Strömungen identifiziert, die die ursprünglichen Ideale der Amerikanischen und Französischen Revolution untergraben wollten. Schließlich wird auf LaRouches Wahlkampf verwiesen, der als Alternative zu den bestehenden politischen Strömungen an Bedeutung gewinnt und in Krisenzeiten zunehmend Gehör findet.

      Die Neocons
      2,0
    • Helmut Böttiger hat die Orte aufgesucht, an denen Celan auf seiner Wanderschaft Station gemacht hat: seine Heimatstadt Czernowitz am Rande der Habsburger Monarchie, Bukarest als ersten Ort des Exils und dann Wien, wo er mit Ingeborg Bachmann zusammentraf. In akribischer Manier rekonstruiert Böttiger, wie sich die Begegnung in den Texten beider Dichter spiegelt. Letzter Zufluchtsort Celans war Paris, wo er - trotz aller Anfeindungen konservativer Kritiker und ignoranter Kollegen - den Großteil seines unvergleichlichen Werkes schuf. Böttigers Buch ist eine stimmige Mischung aus Biographie, Reisereportage, Interpretation und Essay, die nicht nur die Person, sondern auch das Werk Celans in einem neuen Licht erscheinen lässt.

      Orte Paul Celans
      2,0
    • Die Gruppe 47

      Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb

      • 477pages
      • 17 heures de lecture

      Die Gruppe 47 ist zu einem Markenzeichen geworden. Jeder nimmt Bezug auf diese von Hans Werner Richter 1947 ins Leben gerufene lose Schriftstellervereinigung. Jeder hat eine Vorstellung von ihrer Wirkung. Helmut Böttiger legt nun den ersten umfassenden Überblick über die Geschichte dieser Institution vor, die unseren Literaturbetrieb erfunden und die politische Öffentlichkeit Nachkriegsdeutschlands mitgeprägt hat. Bei näherer Betrachtung wird aber klar: Vieles von dem, was man zu wissen glaubt, verkehrt sich ins Gegenteil. Die Gruppe 47 war erstaunlich pluralistisch; Paul Celan hatte ihr seinen Erfolg zu verdanken; und wenn es eine Symbolfigur für die Mechanismen der Gruppe 47 gibt, heißt sie viel eher Hans Magnus Enzensberger als Günter Grass. Durch die Auswertung vieler bisher unbekannter Dokumente und Gespräche mit Zeitzeugen entsteht ein lebendiges Bild der Frühgeschichte der BRD: von den Schwierigkeiten, die Prägungen durch den Nationalsozialismus abzustreifen, bis zu einem neuen, prekären Wechselspiel zwischen Literatur, Markt und Mediengesellschaft, das bis heute anhält. Es ist an der Zeit, die Ursprünge kennenzulernen! Ausstattung: mit Abb.

      Die Gruppe 47
      3,9
    • Wir sagen uns Dunkles

      Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan

      • 269pages
      • 10 heures de lecture

      Die Geschichte einer unmöglichen Liebe Es ist eine Liebesgeschichte, um die sich viele Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich als junge, noch unbekannte Lyriker im Frühling 1948 kennen, und ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gezeichnet war, dauerte bis Anfang der Sechzigerjahre, als beide schon längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählten. Kaum jemand wusste von der Nähe der beiden, und sie hielten es auch in der Tat nie lange miteinander aus – zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die gegenseitig zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben. Der vielfach ausgezeichnete Kritiker Helmut Böttiger legt die bislang erste umfassende Darstellung der Beziehung Bachmanns und Celans vor. Eine faszinierende psychologische Studie zweier herausragender Dichter, die gemeinsam um Worte rangen, einander brauchten und doch nicht miteinander leben konnten. Ausstattung: mit Abb.

      Wir sagen uns Dunkles
      3,4
    • Joseph-Breitbach-Preis 2022

      Helmut Böttiger, Visionär und "millionärrisch". 25 Jahre Joseph-Breitbach-Preis. Ein Rückblick / Arnold Stadler (Laudatio): Verletzung und Dazugehörigkeitsverlangen. Zu Natascha Wodin / Natascha Wodin (Dankrede): Rote Nelken

      • 39pages
      • 2 heures de lecture

      Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur verleiht seit 2003 den Joseph-Breitbach-Preis für deutschsprachige Literatur. Der Preis, der in Koblenz vergeben wird, zeichnet seit 2004 jährlich einen Preisträger aus und ist mit 50.000 Euro dotiert. Reden zur Preisverleihung erscheinen in einer eigenen Reihe.

      Joseph-Breitbach-Preis 2022
    • Die Gegenwart durchlöchern

      Beiträge zur neueren deutschen Literatur

      • 265pages
      • 10 heures de lecture

      Essays über ausgewählte Autorinnen und Autoren und ihr unverkennbares Werk Die Gegenwart ist alle paar Jahre wieder eine andere. Gerade in der Literatur betritt man hier schwankenden Boden. Was wirklich zählt, erkennt man oft erst im Rückblick. Die Mechanismen des Buch- und Lesungsgeschäfts sind dem aber entgegengesetzt. Es gibt eine ausgesprochene Literaturbetriebsliteratur, die den Erwartungen entgegenkommt und die jeweils aktuellen Debatten-Parameter zuverlässig abruft. In jeder Saison wird ein neues Debütantenkarussell installiert, das ein halbes Jahr später wieder vergessen ist, und das Wort „niedrigschwellig“ ist das Mantra der Literaturvermittler. Helmut Böttigers Buch hat keineswegs den Anspruch, einen Kanon zu erstellen. Es versteht sich eher als eine Beispielsammlung, die erweitert werden kann. Die Grundannahme ist, Literatur als eine Kunstform mit ganz eigenen Dynamiken zu begreifen. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Bücher, sondern Autorinnen und Autoren mit einem unverkennbaren Werk: von Wolfgang Hilbig über Marcel Beyer, Emine Sevgi Özdamar bis zu Sibylle Lewitscharoff oder Lutz Seiler.

      Die Gegenwart durchlöchern
    • Wer hat ein Interesse an knapper Energie? Angesichts der Energiekrise, die Europa und insbesondere Deutschland für alle Menschen spürbar im Jahr 2022 ereilte und die kommenden Jahre prägen wird, stellt sich die Frage nach den Hintergründen. Dient der Ukrainekrieg (seit 2022) nur als Vorwand für eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten geplant war? Die Energiepolitik der EU und insbesondere Deutschlands ist hinsichtlich ihrer Ideologie zu hinterfragen. Das Buch enthält daher drei Schwerpunkte: Was ist von den Einwänden der Energiewende gegen fossile Energie (CO2-Klimahypothese) und dem Widerstand gegen die erst in ihren Anfängen stehende Nutzung der Kernenergie (Kernbindungskräfte) zu halten? Wer hat die auf die Energieverknappung zielenden Kampagnen (Grenzen des Wachstums, CO2-Klimawende, Atomausstieg) unter welchen politischen Rahmenbedingungen ausgelöst und entwickelt? Zu welchem Zweck und mit welcher Absicht sind die Kampagnen über die Jahre betrieben worden?

      Wer hat ein Interesse an knapper Energie?
    • Der Westen - ein Abgesang

      • 384pages
      • 14 heures de lecture

      Umbrüche stehen an. China erstarkt und verbündet sich mit Russland, was die westlichen Weltbeherrschungsstrategen vor Herausforderungen stellt. Im „Westen“ zeigt sich ein Zersetzungsprozess, der ihn an eine historische Wegscheide führt, wie sie nur alle paar Jahrhunderte erlebt wird. Dieser Vorgang spiegelt sich in der Atomisierung der Gesellschaft wider, mit gravierenden Auswirkungen auf die schwächeren Individuen. Schuld daran sind nicht Russland oder China, sondern die Transformation der abendländischen Gesellschaft in den letzten 300 Jahren hin zu einer marktgerechten „Marktgesellschaft“, die ihren Ursprung in England hat. Diese Elite wechselte 1913 in die USA. Mit der Einführung des Fiat-Money-Systems 1971 erreichte die Umorganisation des Westens ihren Höhepunkt. Die angeblichen „Werte“ des Westens entstanden während der bürgerlichen Revolte gegen die Adelsherrschaft, verloren jedoch ihre Basis, als der Markt für Güter um Arbeits-, Geld- und Bodenmärkte erweitert wurde. Dies führte zu einer absichtlichen Verknappung von Gütern. Informationen, Meinungen, Werte und selbst Religionen nahmen einen „Warencharakter“ an und wurden zur Farce oder zu Propagandamitteln. Steht uns ein Endspiel bevor, nachdem ein „Traum“ zerbrochen ist und die Bevölkerung ansatzweise aufwacht? Oder zeigen sich erste Anzeichen einer neuen Gesellschaftsformation?

      Der Westen - ein Abgesang
    • Celan am Meer

      • 160pages
      • 6 heures de lecture

      Helmut Böttiger begibt sich auf eine literarische Reise in die wilde Landschaft der Bretagne, inspiriert von der großen Dichterliebe und den Gedichten Paul Celans. Das Buch erzählt von der Liebe zwischen einem mittellosen deutschsprachigen Ostjuden und einer Tochter aus dem französischen Hochadel sowie von der Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sowohl Glück als auch existenzielle Bedrohungen erlebten. 1960 bat Gisèle Celan-Lestrange ihren Mann, Paris für mindestens ein Jahr zu verlassen und in die Bretagne zu ziehen, nach Trébabu, einem Ort außerhalb der Zeit. Über diesen Aufenthalt ist wenig bekannt, doch die Bretagne scheint für Celan eine seltene Zuflucht gewesen zu sein. Fast 50 Jahre später folgt Böttiger Celans Spuren und erkundet die spröde Schönheit der Region und ihre jahrtausendealten Geheimnisse. Er reist zu den Küsten, besucht rätselhafte Menhire und begegnet verschlossenen Bewohnern, die bei echtem Interesse bereitwillig erzählen. Diese Geheimnisse bleiben zwar bestehen, werden jedoch klarer umrissen. Böttigers 2006 erstmals erschienenes Werk, für diese Ausgabe überarbeitet und aktualisiert, ist ein bedeutender Beitrag zum Verständnis von Celans Biografie und bietet eine Anleitung, Gedichte und Landschaften zu lesen.

      Celan am Meer
    • Geistesgegenwärtig

      • 176pages
      • 7 heures de lecture

      Die Geschichte zweier Literaturpreise als Spiegel des intellektuellen Lebens. Seit 1964 vergibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung jährlich den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay und den Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Zu den Ausgezeichneten gehören Hannah Arendt und Hans Keilson ebenso wie Ivan Nagel und Hans Blumenberg. Die bislang über hundert Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren unterschiedlichen Arbeiten, die Entscheidungsprozesse der Jury sowie die öffentlichen Debatten über manche ihrer Entscheidungen – auch im Zusammenspiel mit dem Georg-Büchner-Preis –: All das fügt sich zu Szenen einer deutschen Kulturgeschichte der letzten fünf Jahrzehnte. Ein Essay von Helmut Böttiger erzählt die Geschichte der beiden Preise und zugleich eine Kulturgeschichte der Bundesrepublik, ihm zur Seite stehen zahlreiche Dokumente und Bilder, eine Photoserie von Isolde Ohlbaum und eine Übersicht zu allen Ausgezeichneten. Der Band erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

      Geistesgegenwärtig
    • Wie man Gedichte und Landschaften liest

      • 153pages
      • 6 heures de lecture

      Es gibt zwei Arten von Liebe: die sofortige und die komplizierte, die erarbeitet und manchmal erkämpft werden muss. Die Gedichte Paul Celans verkörpern diese zweite Art, die der Dichter als 'zwangsjackenschön' bezeichnete. Diese Liebe spiegelt die rauen Schönheiten der Bretagne wider, mit ihren verschlossenen Bewohnern und jahrtausendealten Geheimnissen. Das Buch erzählt von Celan, der Bretagne und der Liebe – zwischen einem mittellosen deutschsprachigen Ostjuden und einer Tochter des französischen Hochadels, zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, sowie zwischen Leser und Dichter. Trébabu, ein Ort außerhalb der Zeit, wird zum Schauplatz, als Gisèle Celan-Lestrange, die Frau des Lyrikers, 1960 ihren Mann bittet, Paris für ein Jahr zu verlassen und in die Bretagne zu ziehen. Über diesen Aufenthalt ist wenig bekannt, doch Celan schrieb dort einen Zyklus von Gedichten, der von akademischen Interpreten oft ignoriert wurde. Die Bretagne war für ihn eine seltene Zuflucht, ein Geheimnis. In Helmut Böttigers Erzählung wird Celans Bretagne ins Jahr 2006 übertragen, und die heutigen Bewohner tragen zur Erhellung dieses Geheimnisses bei. 'Es ist die Liebe – eine äußerst umstrittene Sache –, die mir diese Zeilen diktiert.'

      Wie man Gedichte und Landschaften liest
    • Elefantenrunden

      Walter Höllerer und die Erfindung des Literaturbetriebs

      • 265pages
      • 10 heures de lecture

      In den sechziger Jahren, auf dem Höhepunkt seiner Macht, galt Walter Höllerer als der deutsche 'Literaturpapst'. Er hat Westberlin zur Hauptstadt der deutschen Literatur gemacht. Legendär geworden sind seine internationalen Lesereihen in der Kongreßhalle, mit denen die Literatur eine später nie wieder erreichte Rolle im öffentlichen Bewußtsein spielte. Walter Höllerer (1922–2003) war gleichzeitig Literaturprofessor an der Technischen Universität, einer der führenden Kritiker innerhalb der Gruppe 47 und ein tonangebender Lyriker. Sein Gedichtband 'Der andere Gast' von 1952 wurde in einem Atemzug mit den Debüts von Paul Celan und Ingeborg Bachmann genannt. 1954 gründete er die Zeitschrift 'Akzente', die sofort zum wichtigsten Forum für die literarische Diskussion wurde. Literatur, Literaturwissenschaft und Literaturkritik: für Höllerer gab es zwischen diesen Bereichen keine Grenzen, und das machte ihn in vielfacher Hinsicht zum Pionier.

      Elefantenrunden