Im Dampfbad greift nach mir ein Engel
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Die Trilogie erzählt die Geschichte von Meyers alter ego Dorn. Der genießerische Großstadtmensch läßt sich durch das Nachtleben von Berlin und Paris treiben („Im Dampfbad greift nach mir ein Engel“), begibt sich mit seinem Freund Viktor auf Fahrradtour durch Norddeutschland („David steigt aufs Riesenrad„) und wird schließlich von der Aids-Krise eingeholt („Ein letzter Dank den Leichtathleten“).
Als ein Glücksfall wurde Detlev Meyers zerknirschter Großstadtfreak, der stets verhinderte Dichter Dorn, nach Erscheinen des ersten Teils der bestürzenden Biographie ›Im Dampfbad greift nach mir ein Engel‹ gefeiert. Im zweiten Teil greift Dorn zum Fahrrad.Eingerahmt von zwei Briefen jeweils an einen jugendlichen Softie ist Dorns Bericht über zwei Fahrradtouren von Berlin ans Steinhuder Meer, die er zusammen mit dem eifersuchtsgepeinigten Freund Viktor (»Wir spielen Strindberg für Schwule«) und einer gewissen engelsgeduldigen Todora unternimmt.Detlev Meyer (1950–1999), studierte Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Berlin, Cleveland und Ohio; Bibliothekar in Toronto, Entwicklungshelfer in Jamaica; Literaturstipendien des Berliner Senats 1980 und 1984, Döblin-Stipendium 1986; veröffentlichte Gedichtbände und Romane, ferner Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.
German
Ralf Königs Knollennasen treffen auf Detlev Meyers Lichtgestalten. Das kann nur gutgehen! Männerherzen entflammen lichterloh und illuminieren ein Wunderland der Sinnenfreude, in dem verliebte Jungs und leidenschaftliche Kerle sich gegenseitig das Leben zum Himmel machen, zum siebten - versteht sich.
Dieser Roman über die Kindheit und das Glück schildert den Kosmos eines neunjährigen Jungen um das Jahr 1960. Carsten Scholze, das Alter ego des Autors, ist ein aufgewecktes Kind mit ausgeprägtem schauspielerischem Talent, das bei den Nachbarn vom Truseweg bis zum Neuköllner Schiffahrtskanal gleichermaßen beliebt ist - ein "Sonnenkind" eben. Seine wichtigste Bezugsperson ist der Großvater Max Wollin. Der alternde Lebemann nimmt den Enkel mit auf seine Ausflüge in die feine Welt des Café Kranzler. Mit den Augen des Jungen erleben wir traurige und komische Schicksale, die zeigen, dass das Leben im Truseweg die ganze Spannweite menschlicher Erfahrung ausmisst. In der kleinen Welt dieses Sträßchens wird geliebt, gehasst und gestorben - genau wie in der großen
Beim abschließenden dritten Teil der vielbelachten ›Biographie der Bestürzung‹ ist der Begriff des Erschreckens durchaus angebracht und gar nicht ironisch zu verstehen: Seit der Aids-Zeit gibt es keine fröhlich unbefangene Promiskuität mehr unter Schwulen. Doch nach all den weinerlichen und moralinsauren Berichten und Selbstbespiegelungen zu diesem Thema kommt ein Autor daher, der selbst noch dem bedrohlichen Aspekt melancholischen Frohsinn abgewinnen kann.
Liebe mich, als wär ich du - Wenn schon Gedichte, dann Liebesgedichte. Wenn schon Liebesgedichte, dann von Detlev Meyer. Als Ergebnis dieser zwingenden Schlussfolgerung präsentieren wir mit „Korrekte Anmache“ einen thematischen Querschnitt durch das lyrische Werk des Berliner Autors. Seine vier Gedichtbände tragen die schönen Titel „Heute Nacht im Dschungel“, „Stehen Männer an den Grachten“, „Versprechen eines Wundertäters“ und „Stern in Sicht“, und sie alle erreichten Verkaufszahlen im vierstelligen Bereich: unglaublich, aber wahr. Die wohlkalkulierte, aber unbekümmerte Kombination von Rilke und Pop, George und Beat macht ihm nun einmal so schnell keiner nach. Die Gedichte in dieser Sammlung beschreiben die Umgangsformen und Rituale der Liebe, Gefühle schleichen sich hin und wieder durch die Hintertür ein. So überwiegen ein auf den ersten Blick überraschender Realismus und forsche Töne, wo man stille Hingabe und Innerlichkeit erwartet – Ehrlichkeit statt leerer Worte, vielleicht Meyers Erfolgsgeheimnis: „Unsere Phantasien fliegen aus dem Fenster und lassen sich bei fremden Menschen nieder. Aber noch immer finden wir zurück beim Orgasmus – zu den vertrauten Namen.“
Witzig, elegant, gutmütig und genau wird das reife Jugendalter - erste Liebe, erstes Leid, erster Sex - des "Sonnenkindes" in Pennälerbriefen erzählt. Ironisch auf eine urdeutsche Literaturgattung zurückgreifend, ist dem "Virtuosen des Leichtsinns" (Die Zeit) ein ganz frisches, sehr komisches und charmantes Buch gelungen. "Munter pointiert schreitet die leichte Lektüre voran. Vom ?inken Wortwitz des Verfassers kriegt sein Personal großzügig ab." Der Spiegel