Die Menschheit zukunftsfähig machen
Plädoyer für eine Zweite Aufklärung und Nachhaltige Entwicklung






Plädoyer für eine Zweite Aufklärung und Nachhaltige Entwicklung
Die Idee zu diesem Buch entstand während der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Robert Jungk, einem Visionär und Humanisten, der viele Denker und Gestalter inspiriert hat. Im Mai 2013 versammelten sich in Berlin Freunde und Weggefährten, um Jungks Mut zur Zukunft und seinen Optimismus zu würdigen. Er vermittelte die Überzeugung, dass eine bessere Welt möglich ist. Die Beiträge von renommierten Vordenkern wie Ernst Ulrich von Weizsäcker und Bärbel Höhn betonen die Notwendigkeit visionären und vernetzten Denkens für die Gestaltung zukunftsfähiger Perspektiven. Sie ermutigen insbesondere junge Menschen, aktiv an nachhaltigen Projekten mitzuarbeiten, die in der Regel viele Gewinner und nur wenige Verlierer haben. Im Mittelpunkt steht die Gemeinwohlorientierung und der Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen, ohne individuelle Freiheiten zu opfern. Die Begeisterung für nachhaltige Entwicklung kann eine lebenswerte Zukunft für alle schaffen. Rolf Kreibich gebührt Dank für die Zusammenstellung der großen Gestalter in diesem Werk. Robert Jungk, als führender Zukunftsdenker im deutschsprachigen Raum, hat sich frühzeitig mit überlebensrelevanten Problemen auseinandergesetzt und Wege zur Lösung aufgezeigt. Zukunftsforschung soll nicht definitive Aussagen treffen, sondern mögliche Zukünfte aufzeigen und zur aktiven Einflussnahme anregen.
Ökologische Aspekte der Informations- und Kommunikationstechniken
Vorstellung neuester Forschungsergebnisse Vorstellung erfolgversprechender Strategien zur Kommunikation des Leitbildes Nachhaltigkeit
ECO-Design in der elektronischen Industrie
In einer langfristig umweltverträglichen Wirtschaft kommt der ökologischen Produktgestaltung eine zentrale Rolle zu. Sie bildet das Kernstück einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Hier werden die Grundlagen der umweltfreundlichen Konstruktion industrieller Produkte vermittelt. Anhand eines Praxisbeispiels, der Entwicklung des ersten entsorgungsfreundlichen Farbfernsehgerätes, wird der Nachweis erbracht, daß weitgehender Ressourcenschutz, Wertstofferhaltung und Kreislaufwirtschaftsführung durch ökologische Gestaltung von komplexen Massenprodukten möglich ist. In diesem Rahmen wird erstmals ein Konzept für eine schadstoffarme Elektronik vorgestellt, das die weitere Entwicklung der gesamten Elektronikindustrie maßgeblich beeinflussen könnte. Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangssituation.- 1.1 Abfallnotstand.- 1.2 Abfallströme bei Produkten.- 1.3 Entsorgungsprobleme komplexer Produkte.- 1.4 End-of-pipe-Strategien.- 1.5 Grenzen traditioneller Recyclingwirtschaft.- 2 Rechtliche Grundlagen.- 2.1 Entwicklung der Abfallgesetzgebung.- 2.2 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz.- 2.3 Elektronikschrott-Verordnung.- 2.4 Sonstige relevante Rechtsgrundlagen.- 3 Entsorgungsproblematik von Fernsehgeräten.- 3.1 Aufkommen in Deutschland.- 3.2 Aufbau und Problemfraktionen.- 4 Ablagerungs- und Verbrennungsfähigkeit von gebrauchten Fernsehgeräten.- 4.1 Vorbemerkung.- 4.2 Deponierung.- 4.3 Thermische Behandlung (Verbrennung, Pyrolyse).- 5 Elektronikschrott-Recycling: Möglichkeiten und Grenzen.- 5.1 Verfahren der Elektronikschrottverwertung.- 5.2 Das Verfahren der Schleswag Recycling GmbH.- 5.3 Das Verfahren der Reichart-Dassler Elektronic Recycling GmbH.- 5.4 Bildröhrenrecycling.- 5.5 Grenzen des Elektronikschrottrecyclings.- 6 Anforderungen an eine umweltfreundliche Produktgestaltung.- 6.1 Zielbestimmung und Begriffe.- 6.2 VDI-Richtlinien zur Produktgestaltung.- 6.3 Prinzipien und Kriterien.- 7 Konstruktion eines umweltfreundlicheren Farbfernsehgeräts.- 7.1 Problemanalyse.- 7.2 ldeenfindung.- 7.3 Prioritätensetzung.- 7.4 Entscheidungsfindung.- 8 Der umweltfreundlichere Prototyp.- 9 Vergleich: Prototyp Konventionelles Farbfernsehgerät.- 9.1 Kriterienauswahl und Vorbemerkungen.- 9.2 Begriffsdefinitionen.- 9.3 Zieldefinition.- 9.4 Wirkungsanalyse.- 10 Bewertung und Optimierungspotentiale.- 10.1 Schwachstellenanalyse und Optimierungsvorschläge.- 11 Logistikkonzepte zur Rücknahme und Verwertung von Fernsehgeräten.- 12 Fazit.- 13 Anhang.- 13.1 Elektronikschrott-Verordnung.- 13.2 Kreislaufwirtschaftsgesetz.- 14 Sachverzeichnis.
Innovationen und Umweltentlastungspotentiale durch Lebenszyklusanalyse
Das Buch widmet sich der bislang vernachlässigten Ökobilanzierung von Elektronik und elektrotechnischen Bauteilen. Es bietet zunächst einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und entwickelt darauf aufbauend einen methodischen Rahmen für die Bilanzierung. Anhand eines Farbfernsehers werden die Stoff-, Energie- und Schadstoffströme analysiert, gefolgt von einer Wirkungsabschätzung der Umweltbelastungen. Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und Optimierungspotentiale sowie Konzepte zur Umweltentlastung präsentiert.
Anlässlich des 65. Geburtstags seines Gründers, Prof. Dr. Rolf Kreibich, organisierte das IZT am 6. Dezember 2003 ein Colloquium zur Zukunftsforschung, das zwischen visionären Zukunftsbildern und realen Strategien balanciert. Die zentrale Aufgabe der Zukunftsforschung besteht darin, wissenschaftliches Orientierungs- und Handlungswissen zu entwickeln, um rationale Entscheidungen für wahrscheinliche, mögliche und wünschenswerte Zukunftsoptionen zu treffen. Am IZT steht die Forschung im Zeichen einer nachhaltig zukunftsfähigen Entwicklung, wie sie in der Agenda 21 der Vereinten Nationen formuliert ist. Nachhaltige Entwicklung erfordert soziale Phantasie und kreative Innovationen. Um vielversprechende Ideen zu fördern, vergibt das IZT einen Zukunftspreis zu relevanten Themen. Diese Themen umfassen neue Modelle von Wohlstand und Lebensqualität, Schlüsseltechnologien, soziale und ökonomische Prozesse, ökologische Herausforderungen sowie demokratische Formen der politischen Steuerung und nachhaltige Lebensstile. Der Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre verliehen, wobei jede Ausschreibung einem zentralen Thema der Zukunftsgestaltung gewidmet ist. Der erste Preis 2004 thematisierte „Engagiert und produktiv mit älteren Menschen“, gefolgt von den Millennium-Entwicklungszielen 2006. 2008 wurde der Preis unter dem Motto „Zukunft der Kinder: Konzepte, Projekte und Initiativen für, mit und von Kindern“ vergeben, da Kinder die Zukunft unserer
Gesellschaft und Wirtschaft, Staat und Individuen benötigen für zukunftsfähige Entscheidungen langfristiges Orientierungs- und Handlungswissen. In der heutigen Welt sind wissenschaftliches Wissen sowie technische und soziale Innovationen die treibenden Kräfte. Die Zukunftsforschung steht vor der Herausforderung, mögliche und wünschbare Entwicklungen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen, die auf soziale und ökologische Gerechtigkeit abzielt – sowohl für gegenwärtige als auch zukünftige Generationen. Es geht darum, neue Antworten auf globale Wirtschafts- und Umweltprobleme, soziale Ungleichheiten, technische Herausforderungen, kulturelle Konflikte sowie die politischen und ökonomischen Probleme der Entwicklungsländer zu finden. Der Zukunftspreis 2006 thematisiert die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) der Vereinten Nationen, die im Jahr 2000 von Staatsoberhäuptern aus 189 Staaten verabschiedet wurden. Diese Ziele bilden einen internationalen Handlungsrahmen für das 21. Jahrhundert, um Millionen von Menschen aus extremer Armut zu befreien und globale Umweltprobleme besser anzugehen. Der IZT - Zukunftspreis 2006 zeichnet kreative und innovative Projekte aus, die sich den Millennium-Zielen verpflichtet haben. Diese Initiativen sollen konkret und praktisch relevant sein, um die oft abstrakten Ziele der Millenniumserklärung in das alltägliche Handeln der Nationen und Regionen zu integrieren.
Anlässlich des 65. Geburtstags von Prof. Dr. Rolf Kreibich organisierte das IZT am 6. Dezember 2003 das Colloquium „Zukunftsforschung im Spannungsfeld von Visionen und Alltagshandeln“. Moderne Zukunftsforschung bewegt sich zwischen visionären Zukunftsbildern und realen Strategien zur Gestaltung von Zukünften in Gesellschaft und Wirtschaft. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Erarbeitung von wissenschaftlichem Orientierungs- und Handlungswissen, das rationale Entscheidungen zu wahrscheinlichen, möglichen und wünschbaren Zukunftsoptionen ermöglicht. Am IZT ist die Zukunftsforschung besonders den Zielen einer nachhaltig zukunftsfähigen Entwicklung verpflichtet, wie sie in der Agenda 21 der Vereinten Nationen formuliert sind. Nachhaltige Entwicklung erfordert soziale Phantasie und kreative Innovationen. Um gute Ideen zu fördern, vergibt das Institut einen Zukunftspreis zu relevanten Themen der Zukunftsforschung, der erstmals 2004 anlässlich von Kreibichs Geburtstag ausgeschrieben wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und widmet sich einem zentralen Thema der Zukunftsforschung. Der Zukunftspreis 2004 hat das Thema „Engagiert und produktiv mit älteren Menschen - Konzepte und Initiativen“ und ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IZT Berlin, im Juni 2005.
Die Zukunft liegt im Dienstleistungssektor. Namhafte Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben auf der 5. Dienstleistungstagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Dezember 2003 innovative Konzepte für neue Dienstleistungen entwickelt. Die Beiträge der über 90 Autorinnen und Autoren spiegeln die neuesten Forschungsergebnisse und den derzeitigen Stand der betrieblichen Umsetzung wider: Von der Entwicklung von Dienstleistungen bis zu deren Standardisierung und internationalen Vermarktung, vom Wissensmanagement bis zur Markenführung in Dienstleistungsnetzwerken, von Entwicklungspotenzialen im Handwerk oder bei personenbezogenen Dienstleistungen bis hin zur Diskussion der Veränderungsprozesse aus Unternehmens- und Arbeitnehmersicht.