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Die Moderne - ein unvollendetes Projekt

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Der vorliegende Text, der aus dem Vortrag stammt, den Jürgen Habermas im September 1980 in Frankfurt hielt, als er mit dem Theodor W. Adorno-Preis ausgezeichnet wurde, ist von grundlegender Bedeutung, da er nicht nur ein prägnanter Text ist, sondern auch inspirierend für eines seiner Hauptwerke: Der philosophische Diskurs der Moderne. Die gedankliche Übereinstimmung, die ihn in einigen Aspekten Adorno näherbringt, wird von vielen als Tribut an die kritische Theorie dieses Philosophen angesehen. In der Tat geht die Behauptung von Habermas, dass die Versprechen der Aufklärungsära noch nicht eingelöst sind und ein Potenzial zur Verbesserung der menschlichen Bedingung trotz der Pathologien der Moderne bergen, mit der negativen Theorie von Adorno einher. In einem gemeinsamen Konzept kann die Moderne nicht auf eine binäre Logik reduziert werden, die auf Zufall und Totalisierung basiert, sondern zeigt sich vielmehr durch eine nicht-lineare Ambivalenz zwischen dem Universellen und dem Besonderen. Dies wirft für Habermas zwei zentrale Fragen auf: Ist die Moderne so passé, wie die Postmodernen behaupten? Oder ist die so oft beschworene Postmoderne ihrerseits einfach nur falsch?

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Die Moderne - ein unvollendetes Projekt, Jürgen Habermas

Langue
Année de publication
1990
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2,0
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Titre
Die Moderne - ein unvollendetes Projekt
Langue
Allemand
Éditeur
Reclam
Publié
1990
Format
souple
Pages
254
ISBN10
3379006580
ISBN13
9783379006583
Séries
Évaluation
2 sur 5
Description
Der vorliegende Text, der aus dem Vortrag stammt, den Jürgen Habermas im September 1980 in Frankfurt hielt, als er mit dem Theodor W. Adorno-Preis ausgezeichnet wurde, ist von grundlegender Bedeutung, da er nicht nur ein prägnanter Text ist, sondern auch inspirierend für eines seiner Hauptwerke: Der philosophische Diskurs der Moderne. Die gedankliche Übereinstimmung, die ihn in einigen Aspekten Adorno näherbringt, wird von vielen als Tribut an die kritische Theorie dieses Philosophen angesehen. In der Tat geht die Behauptung von Habermas, dass die Versprechen der Aufklärungsära noch nicht eingelöst sind und ein Potenzial zur Verbesserung der menschlichen Bedingung trotz der Pathologien der Moderne bergen, mit der negativen Theorie von Adorno einher. In einem gemeinsamen Konzept kann die Moderne nicht auf eine binäre Logik reduziert werden, die auf Zufall und Totalisierung basiert, sondern zeigt sich vielmehr durch eine nicht-lineare Ambivalenz zwischen dem Universellen und dem Besonderen. Dies wirft für Habermas zwei zentrale Fragen auf: Ist die Moderne so passé, wie die Postmodernen behaupten? Oder ist die so oft beschworene Postmoderne ihrerseits einfach nur falsch?