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Das grosse Spiel der Maria Ward

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Maria Ward (1585-1645), die Gründerin des Instituts der seligen Jungfrau Maria, kämpfte mit unglaublicher und übermenschlicher Hartnäckigkeit dafür, dass geweihte Frauen ihr apostolisches Amt in der Welt ebenso wie Männer außerhalb der Klausur ausüben konnten. Dies war jedoch für die kirchliche Hierarchie zu Beginn des 17. Jahrhunderts unvorstellbar. Trotz Misstrauens, Verdächtigungen und Vorurteilen (im Jahr 1631 wurde sie während ihres Aufenthalts in Rom als „Häretikerin, Schismatikerin und Rebellin“ verhaftet) strebte sie nach kirchlicher Anerkennung ihres Instituts, das als weibliches Pendant zur Gesellschaft Jesu gedacht war. Die Schwestern hatten die Aufgabe, Mädchen zu unterrichten und Schulen zu gründen, ohne der Autorität des Bischofs zu unterliegen. Maria Ward war ihrer Zeit weit voraus und suchte bei der Gründung ihrer Ordenshäuser auch die Unterstützung weltlicher Herrscher, die die Bedeutung der Bildung für zukünftige Generationen katholischer Frauen erkannten. Obwohl sie das volle päpstliche Lob für ihr Werk nicht erlebte (dies geschah erst 1877) und mehrfach in verschiedenen Ländern Zeugin seiner Zerschlagung wurde, hatte sie immer wieder den Mut, neue Ordenshäuser zu gründen, da sie überzeugt war, im Einklang mit dem Willen Gottes zu handeln. Papst Pius XII. sagte über Maria Ward, dass sie eine Frau sei, die in der Kirche ihresgleichen suche und die England in einer sehr düsteren und blutgetränkten Stunde geschenkt habe.

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Das grosse Spiel der Maria Ward, Ida Friederike Görres

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