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Deutsches Theater

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Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise, die geografisch von München bis Sylt reicht und thematisch von Bernhard Jagoda bis Claus Peymann reicht. Ein Höhepunkt ist ein Exkurs nach Namibia, wo Christoph Schlingensief folgt. Der Text über ihn gehört zu den besten, die je über den Apothekerssohn aus Oberhausen geschrieben wurden. Schlingensiefs Umgang mit Peinlichkeit, der zwischen Exhibitionismus und Verklemmung schwankt, wird eindringlich beschrieben. Stuckrad-Barre reflektiert dabei auch seine eigene Karriere, die wie eine Selbstinszenierung wirkt, in der er die Rollen des Medienvirtuosen und Mediendilettanten spielt. Sein polemischer Grundton ist oft spürbar, besonders wenn er Kritik übt, etwa im Kabarett. Stuckrad-Barre nimmt sein Kredo ernst, die Dinge neu zu überprüfen, was in respektvollen Texten wie dem über Manfred Krug sichtbar wird. Hier zeigt er eine fast rührende Sozialdemokratie. Auch seine Fähigkeit, polemisch zu sein, bleibt nicht unentdeckt, etwa in der Beschreibung eines Hotelzimmers. Die Frage bleibt, ob er ein talentierter Selbstdarsteller oder ein großer Reporter wird, indem er sich in seinen Texten zurücknimmt und seinen Beobachtungen vertraut. Seine Fotos ergänzen die Texte kongenial. Stuckrad-Barre hat sich, ähnlich wie Harald Schmidt, vom polemischen zum analytischen Modus entwickelt, was sich in seiner MTV-Sendung Lesezirkel zeigt.

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Deutsches Theater, Benjamin v. Stuckrad-Barre

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2002
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