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Mozarts Briefe sind Berichte und Botschaften, oft von mitreißender Eloquenz, selbst wenn das Thema Geld umso mehr in den Vordergrund rückt. Sie zeigen die zunehmende Leichtigkeit, mit der er seine phänomenale geistige Beweglichkeit artikuliert. Die Mittel, die ihn zum größten Musiker machten, kamen ihm auch beim Schreiben zugute: Er verfügte über ein beeindruckendes emotionales Register, hinter dem er sich ungeniert verstecken konnte. Diese Selbstdokumentation ist keine bewusste Wiedergabe seines Seelenzustands, sondern eine diskrete Mitteilung. In seinen Briefen finden wir ein eindringliches Zeugnis von Selbstbeherrschung, die bei den „Großen“ selten ist. Paradoxerweise zeigt sich in der Ungezwungenheit Mozarts ein Reichtum an Stilmethoden, besonders in den Briefen, die von materieller Bürde unbelastet sind. Dazu zählen die Briefe an seine Schwester von den Italienreisen zwischen 1770 und 1773 sowie die Briefe an seine Cousine, „das Bäsle“, in denen er seiner Lust an verbaler Ausschweifung freien Lauf lässt. Er lässt Maskenzüge vorüberziehen, zaubert theatralische Effekte herbei und persifiliert das Tagesgeschehen. Der vorliegende Band bietet eine Auswahl an revidierten und erweiterten Briefen, die sich auf drei entscheidende Lebensperioden konzentriert: die Aufenthalte in Mannheim und Paris (1777-1779), die ersten Jahre als freier Künstler in Wien (1781-1782) und die Jahre der Vereinsamung (1789-1791).

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Briefe, Wolfgang Amadeus Mozart

Langue
Année de publication
1995
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4,2
Très bien
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Titre
Briefe
Langue
Allemand
Éditeur
Insel-Verl.
Publié
1995
Format
souple
Pages
183
ISBN10
3458333967
ISBN13
9783458333968
Séries
Évaluation
4,2 sur 5
Description
Mozarts Briefe sind Berichte und Botschaften, oft von mitreißender Eloquenz, selbst wenn das Thema Geld umso mehr in den Vordergrund rückt. Sie zeigen die zunehmende Leichtigkeit, mit der er seine phänomenale geistige Beweglichkeit artikuliert. Die Mittel, die ihn zum größten Musiker machten, kamen ihm auch beim Schreiben zugute: Er verfügte über ein beeindruckendes emotionales Register, hinter dem er sich ungeniert verstecken konnte. Diese Selbstdokumentation ist keine bewusste Wiedergabe seines Seelenzustands, sondern eine diskrete Mitteilung. In seinen Briefen finden wir ein eindringliches Zeugnis von Selbstbeherrschung, die bei den „Großen“ selten ist. Paradoxerweise zeigt sich in der Ungezwungenheit Mozarts ein Reichtum an Stilmethoden, besonders in den Briefen, die von materieller Bürde unbelastet sind. Dazu zählen die Briefe an seine Schwester von den Italienreisen zwischen 1770 und 1773 sowie die Briefe an seine Cousine, „das Bäsle“, in denen er seiner Lust an verbaler Ausschweifung freien Lauf lässt. Er lässt Maskenzüge vorüberziehen, zaubert theatralische Effekte herbei und persifiliert das Tagesgeschehen. Der vorliegende Band bietet eine Auswahl an revidierten und erweiterten Briefen, die sich auf drei entscheidende Lebensperioden konzentriert: die Aufenthalte in Mannheim und Paris (1777-1779), die ersten Jahre als freier Künstler in Wien (1781-1782) und die Jahre der Vereinsamung (1789-1791).