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Mutterland

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„Es gab zwei Möglichkeiten, auf diese unerträgliche Realität zu reagieren“, schrieb Rose Ausländer dreißig Jahre später und erinnerte sich an das Ghetto von Czernowitz unter den Nazis. „Entweder man konnte völlig verzweifeln, oder man konnte eine andere, spirituelle Realität einnehmen. Und während wir auf den Tod warteten, gab es diejenigen von uns, die in Traumwörtern lebten - unser traumatisches Zuhause inmitten unserer Heimatlosigkeit. Schreiben war leben.“ Diese Erfahrung blieb als dunkler Unterton in all der Poesie, die Ausländer schrieb, obwohl sie selten direkt darauf einging. Die meisten ihrer Gedichte stammen aus den Jahren zwischen ihrem Umzug nach Düsseldorf 1965 und ihrem Tod 1988. Diese späte Poesie - von der ein Großteil in dieser Sammlung vertreten ist - kam wie Blätter zum Baum und brachte ihr Preise und Anerkennung, und etablierte ihre außergewöhnliche Einfachheit als eine markante Stimme in der deutschen Poesie. Am Ende ihres Lebens wurde sie als eine der wahrhaftigsten Dichterinnen des Nachkriegsdeutschlands anerkannt, eine Frau und ein Zeuge, in der das Dunkle und das Helle, die Asche und die Hoffnung so fein austariert sind, dass wir den Atem anhalten, während wir lesen.

Édition

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Mutterland, Rose Ausländer

Langue
Année de publication
1978
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Langue
Allemand
Éditeur
Braun
Publié
1978
Format
souple
Pages
70
ISBN10
3880971064
ISBN13
9783880971066
Séries
Mots clés
Fiction, Poésie
Évaluation
4 sur 5
Description
„Es gab zwei Möglichkeiten, auf diese unerträgliche Realität zu reagieren“, schrieb Rose Ausländer dreißig Jahre später und erinnerte sich an das Ghetto von Czernowitz unter den Nazis. „Entweder man konnte völlig verzweifeln, oder man konnte eine andere, spirituelle Realität einnehmen. Und während wir auf den Tod warteten, gab es diejenigen von uns, die in Traumwörtern lebten - unser traumatisches Zuhause inmitten unserer Heimatlosigkeit. Schreiben war leben.“ Diese Erfahrung blieb als dunkler Unterton in all der Poesie, die Ausländer schrieb, obwohl sie selten direkt darauf einging. Die meisten ihrer Gedichte stammen aus den Jahren zwischen ihrem Umzug nach Düsseldorf 1965 und ihrem Tod 1988. Diese späte Poesie - von der ein Großteil in dieser Sammlung vertreten ist - kam wie Blätter zum Baum und brachte ihr Preise und Anerkennung, und etablierte ihre außergewöhnliche Einfachheit als eine markante Stimme in der deutschen Poesie. Am Ende ihres Lebens wurde sie als eine der wahrhaftigsten Dichterinnen des Nachkriegsdeutschlands anerkannt, eine Frau und ein Zeuge, in der das Dunkle und das Helle, die Asche und die Hoffnung so fein austariert sind, dass wir den Atem anhalten, während wir lesen.