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Ein Fiebertraum über La Spezia

Wagner, Freud und das Vorspiel zur Psychoanalyse

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Das «Rheingold»-Motiv träumt Richard Wagner nach eigenem Bekunden 1853 ausgerechnet in einer Fiebernacht im Golf von La Spezia in Es-Dur. Niemand spricht schon zu Mitte des 19. Jahrhunderts so viel vom Traum und von der Bedeutung der Traumgestalt wie Wagner und inszeniert sein gesamtes Schaffen als großen literarischen Text. Gerade außerhalb von Deutschland, in Frankreich und vor allem auf italienischem Boden, entfacht der Erfinder des Gesamtkunstwerks große Sehnsüchte: Die Kunst soll der Ersatz bei der Findung neuer Nationen werden. Gabriele D’Annunzio entzündet seinen neuen Menschen mit dem toten Wagner in den Armen. Andernorts drängen die Wagnerianer als neue Aufsteiger in das Zentrum der Gesellschaft und etablieren einen ästhetischen Wahn. Das neue Buch von Gerald Heidegger zeigt, wie sehr Wagner schon an den unerwartetsten Stellen das Moment der Psychoanalyse Sigmund Freuds vorwegnimmt. Und verweist darauf, dass den sich als unmusikalisch stilisierenden Freud die Oper als Traumgebilde irritiert.

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Ein Fiebertraum über La Spezia, Gerald Heidegger

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2025
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Titre
Ein Fiebertraum über La Spezia
Sous-titre
Wagner, Freud und das Vorspiel zur Psychoanalyse
Langue
Allemand
Éditeur
bahoe books
Publié
2025
Format
rigide
Pages
186
ISBN10
3903478393
ISBN13
9783903478398
Séries
Description
Das «Rheingold»-Motiv träumt Richard Wagner nach eigenem Bekunden 1853 ausgerechnet in einer Fiebernacht im Golf von La Spezia in Es-Dur. Niemand spricht schon zu Mitte des 19. Jahrhunderts so viel vom Traum und von der Bedeutung der Traumgestalt wie Wagner und inszeniert sein gesamtes Schaffen als großen literarischen Text. Gerade außerhalb von Deutschland, in Frankreich und vor allem auf italienischem Boden, entfacht der Erfinder des Gesamtkunstwerks große Sehnsüchte: Die Kunst soll der Ersatz bei der Findung neuer Nationen werden. Gabriele D’Annunzio entzündet seinen neuen Menschen mit dem toten Wagner in den Armen. Andernorts drängen die Wagnerianer als neue Aufsteiger in das Zentrum der Gesellschaft und etablieren einen ästhetischen Wahn. Das neue Buch von Gerald Heidegger zeigt, wie sehr Wagner schon an den unerwartetsten Stellen das Moment der Psychoanalyse Sigmund Freuds vorwegnimmt. Und verweist darauf, dass den sich als unmusikalisch stilisierenden Freud die Oper als Traumgebilde irritiert.