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Manesse Bibliothek der Weltliteratur: Lerche

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Das Drama eines ungelebten Lebens entfaltet sich in der fiktiven Provinzstadt Sárszeg, fernab der glanzvollen Donaumonarchie. Hier erleben die Eheleute Vajkay, nach langer Zeit wieder allein, einen unerwarteten Wandel. Ihre Tochter, liebevoll 'Lerche' genannt, verbringt die Sommerfrische bei Verwandten, was das gewohnte Dreigespann auf den Kopf stellt. Ohne die geliebte Tochter empfinden die betagten Eltern ihr Zuhause als öde und leer. Widerwillig entscheiden sie sich, ein Restaurant zu besuchen, und entdecken überraschend Freude an Essen und Gesellschaft. Dieses Experiment wird wiederholt, und allmählich tauchen sie wieder in das Leben der Kleinstadt ein, von dem sie sich lange abgeschottet hatten. Währenddessen verbringt Lerche, das unansehnliche Mauerblümchen, ihre Ferien mit dem Schreiben pflichtbewusster Briefe an ihre Eltern, ohne Freude am Leben zu finden. Mit feiner Ironie und präzisen Details schildert Kosztolányi den unerwarteten Aufbruch der Daheimgebliebenen. Für einen kurzen Moment erkennen die Eltern, wie sehr ihnen ihre Tochter zur Last geworden ist, und dennoch sehnen sie sich nach ihrer Rückkehr. Das Drama familiärer Abhängigkeiten wird schonungslos und zugleich mit Leichtigkeit dargestellt.

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Manesse Bibliothek der Weltliteratur: Lerche, Dezső Kosztolányi, Christina Viragh, Péter Esterházy

Langue
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2007
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3,9
Très bien
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Langue
Allemand
Éditeur
Manesse
Publié
2007
Format
rigide
Pages
304
ISBN10
3717521446
ISBN13
9783717521440
Séries
Titre original
Pacsirta
Évaluation
3,9 sur 5
Description
Das Drama eines ungelebten Lebens entfaltet sich in der fiktiven Provinzstadt Sárszeg, fernab der glanzvollen Donaumonarchie. Hier erleben die Eheleute Vajkay, nach langer Zeit wieder allein, einen unerwarteten Wandel. Ihre Tochter, liebevoll 'Lerche' genannt, verbringt die Sommerfrische bei Verwandten, was das gewohnte Dreigespann auf den Kopf stellt. Ohne die geliebte Tochter empfinden die betagten Eltern ihr Zuhause als öde und leer. Widerwillig entscheiden sie sich, ein Restaurant zu besuchen, und entdecken überraschend Freude an Essen und Gesellschaft. Dieses Experiment wird wiederholt, und allmählich tauchen sie wieder in das Leben der Kleinstadt ein, von dem sie sich lange abgeschottet hatten. Währenddessen verbringt Lerche, das unansehnliche Mauerblümchen, ihre Ferien mit dem Schreiben pflichtbewusster Briefe an ihre Eltern, ohne Freude am Leben zu finden. Mit feiner Ironie und präzisen Details schildert Kosztolányi den unerwarteten Aufbruch der Daheimgebliebenen. Für einen kurzen Moment erkennen die Eltern, wie sehr ihnen ihre Tochter zur Last geworden ist, und dennoch sehnen sie sich nach ihrer Rückkehr. Das Drama familiärer Abhängigkeiten wird schonungslos und zugleich mit Leichtigkeit dargestellt.