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Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten

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Freud erkannte früh, dass die Untersuchung normaler seelischer Alltagserscheinungen viel über die menschliche Psychopathologie offenbaren kann. Er analysierte Schlüsselphänomene wie Traum, Fehlleistung und Witz, für die er eigene Werke verfasste. Das Buch über den Witz nimmt jedoch in Freuds Oeuvre und der Rezeption eine eher marginale Stellung ein. Trotz seines Unterhaltungswerts durch zahlreiche Witze und Anekdoten gehört es nicht zu den meistgelesenen Texten des Psychoanalyse-Begründers. Es ist ein dichtes und vielschichtiges Werk, das es zu entdecken gilt. Witze sind ein Merkmal der Erwachsenenwelt, und Freud sieht im spontanen Lachen einen flüchtigen Rückblick auf unser kindliches Glück. Der Witz ermöglicht es, sich für kurze Zeit vom Verdrängungsdruck der Kultur zu befreien, indem er sexuelle und aggressive Triebwünsche ungehindert zum Ausdruck bringt. Freud untersucht die Affektdynamik des Witzes, die zwischen Widerstand und Resignation schwankt, sowie verschiedene Witztypen. Er beleuchtet auch verwandte Phänomene wie das Komische, das Spiel und den Humor. Freuds linguistisches Talent zeigt sich in der Analyse der formalen Merkmale der Witz-Ästhetik und -Rhetorik. Witze sind fragile Gebilde, deren Wirkung bei minimalen Veränderungen schnell verfliegt. In der Einleitung beschreibt der Freud-Forscher Peter Gay die Rolle von Witz und Humor in Freuds Leben und Stil.

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3,9
Très bien
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Langue
Allemand
Publié
1992
Format
souple
Pages
266
ISBN10
3596104394
ISBN13
9783596104390
Séries
Première publication
1904
Titre original
Zur Psychopathologie des Alltagslebens
Évaluation
3,9 sur 5
Description
Freud erkannte früh, dass die Untersuchung normaler seelischer Alltagserscheinungen viel über die menschliche Psychopathologie offenbaren kann. Er analysierte Schlüsselphänomene wie Traum, Fehlleistung und Witz, für die er eigene Werke verfasste. Das Buch über den Witz nimmt jedoch in Freuds Oeuvre und der Rezeption eine eher marginale Stellung ein. Trotz seines Unterhaltungswerts durch zahlreiche Witze und Anekdoten gehört es nicht zu den meistgelesenen Texten des Psychoanalyse-Begründers. Es ist ein dichtes und vielschichtiges Werk, das es zu entdecken gilt. Witze sind ein Merkmal der Erwachsenenwelt, und Freud sieht im spontanen Lachen einen flüchtigen Rückblick auf unser kindliches Glück. Der Witz ermöglicht es, sich für kurze Zeit vom Verdrängungsdruck der Kultur zu befreien, indem er sexuelle und aggressive Triebwünsche ungehindert zum Ausdruck bringt. Freud untersucht die Affektdynamik des Witzes, die zwischen Widerstand und Resignation schwankt, sowie verschiedene Witztypen. Er beleuchtet auch verwandte Phänomene wie das Komische, das Spiel und den Humor. Freuds linguistisches Talent zeigt sich in der Analyse der formalen Merkmale der Witz-Ästhetik und -Rhetorik. Witze sind fragile Gebilde, deren Wirkung bei minimalen Veränderungen schnell verfliegt. In der Einleitung beschreibt der Freud-Forscher Peter Gay die Rolle von Witz und Humor in Freuds Leben und Stil.